Ford Truck

Der Truck ist, zumindest in den USA, mittlerweile das meistverkaufte Fahrzeug. Dabei handelt es sich jedoch nicht um einen Lastkraftwagen, wie man meinen könnte, sondern um einen Pickup. Da überzeugt die F-Serie und die Wagen dieses Formats gehören zu den am meisten verkauften in den USA.

Die amerikanischen Pickup Trucks sind meistens Geländewagen oder SUVs, die eine offene Ladefläche, eine sogenannte Pritsche, besitzen. Sie werden weniger als Nutzfahrzeuge denn vielmehr als Freizeitwagen und Statussymbole betrachtet. Das lässt sich auch an der Ausstattung erkennen: Statt einer einfachen Ausstattung, wie sie für die Arbeit benötigt wird, überwiegt der Luxus.

Die Wagen werden eingeteilt in Small Size, wozu der Ford Ranger gehört, Midsize, Upper Midsize und Full Size, beispielsweise die Ford F-Serie.

Die beliebte Ford F-Serie gibt es seit 1948. Damals kam der Wagen mit drei verschiedenen Modellen auf den Markt. Mittlerweile gibt es bereits die 13. Generation und der Wagen stellt das Rückgrat auf dem amerikanischen Markt dar. Der Erfolg der F-Serie liegt vor allem daran, dass es zahlreiche Varianten in Sachen Karosserie und Ausstattung gibt und der Wagen zu einem relativ günstigen Preis zu haben ist. So gibt es unterschiedlich große Fahrerkabinen und Radstände sowie verschiedene Motoren- und Antriebstrangkombinationen.

Das neueste Modell, der Ford F 150, der ab Herbst 2014 auf dem amerikanischen Markt erhältlich ist, wurde mit Aluminium gebaut, was den Wagen etwa 350 Kilo leichter macht als seinen Vorgänger. Ein Highlight ist die mit LEDs beleuchtete Ladefläche sowie die versteckte Auffahrrampe. Außerdem hat Ford einen neuen Motor eingebaut, der bei mehr Kraft weniger Kraftstoff verbraucht. Ebenfalls toll: Ford verhindert den Toten-Winkel, indem ein Warner sowie ein 360-Grad-Kamerasystem eingebaut wurden. Darüber hinaus gibt es auf Kundenwunsch Fahrerassistenzsysteme, automatische Geschwindigkeitskontrollen und Spurhalteassistenten. Ob es den neuen Ford F 150 auch in Deutschland gibt, ist offen. Fest steht nur, wenn es ihn gibt, dann ist er nur schwer über unabhängige US-Importeure erhältlich.

Während in Nordamerika Pickups äußerst beliebt sind, ist die Nachfrage in Europa vergleichsweise gering. In Europa gab es Pickups auf Basis von Pkws, wie zum Beispiel den VW Caddy, der eine Pickup-Version des Golfs ist. In den ländlichen Regionen Frankreichs war der Pickup zumindest bis in die 70er Jahre hinein recht beliebt und der französische Automobilhersteller Peugeot reagierte auf die Nachfrage, indem er Mittelklasse-Modelle der Trucks baute. Nach drei Modellen wurde die Produktion jedoch eingestellt.

Doch in die Kategorie Trucks fallen nicht nur Pickups, sondern auch große Lkw, wie sie auf der Straße zu sehen sind. Auch für diese Wagen gibt es jede Menge Liebhaber und Truck Racing, also Lkw-Rennen, erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. So gibt es sogar eine Truck-Racing-Europameisterschaft, die unter der Schirmherrschaft der FIA ausgetragen wird

Die Idee für diese Rennen stammt aus den USA und wurde von niederländischen Motorsportlern nach Europa gebracht. Ein erstes Rennen fand Anfang der 80er Jahre in der Nähe von Nijmegen statt und parallel dazu wurde in Frankreich in Le Mans das Rennen 24 heures camion ausgetragen. Diese Rennen erfreuten sich in den nächsten Jahren immer größerer Beliebtheit und die Starter wurden immer internationaler. So gab es bereits 1984 Trucker-Rennen in England und bereits ein Jahr später fand die erste Europameisterschaft statt.